Schieferproduktion |
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Glückauf für Traumhäuser: Devon trifft Zukunft
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Der lange Weg des Moselschiefers – |
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Das Urgestein kommt in Europa, Amerika, Afrika und Asien vor – doch eine der weltbesten Qualitäten schlummert am linken Ufer der Mosel: Rund um die Eifelstadt Mayen wird heute mit modernster Technik der Moselschiefer bergfeucht aus rund 300 Metern Tiefe ans Tageslicht geholt, perfekt gespalten und in Form gebracht für ein weiteres langes Leben auf dem Dach oder an der Fassade. Dazwischen liegen Millionen Jahre der Reife – und 2000 Jahre Handwerkstradition. Denn schon die Römer entdeckten den Schatz vor ihrer Haustür: Sie spalteten den Stein und legten ihn als Schutz vor Wind und Wetter auf ihre prachtvollen Häuser. |
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Doch Schiefer ist nicht gleich Schiefer. Es gibt zahlreiche Prüfmethoden, aber sein letztes Geheimnis hat das Gestein nicht preisgegeben. Allein der Entstehungsprozess und die Besonderheiten der jeweiligen Vorkommen sind eine Wissenschaft für sich. Nur der Fachmann kann aus der Vielfalt einzelner Prüfdaten Rückschlüsse ziehen. Deshalb bleibt der Schieferkauf Vertrauenssache. Aber: Made in Mayen zahlt sich auch beim Schiefer aus. Der Moselschiefer aus der Eifel ist weltweit ein Marken- und Gütezeichen. |
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Um den hochwertigen Moselschiefer aus der Unter-Devon-Zeit abzubauen, geht es in der Eifel in die Tiefe. In den Bergwerken Katzenberg und Margareta des größten Schieferproduzenten Mitteleuropas, Rathscheck Schiefer, heißt es bis heute: Glückauf zur Fahrt ins Innere der Erde! Ein Förderkorb rauscht im Bergwerk Katzenberg 220 Meter abwärts – zu den Arbeitsplätzen von qualifizierten Fachleuten aus mehr als 30 Berufen. Fast 35 Kilometer lange unterirdische Stollen und Strecken verbinden auf zehn Sohlen drei mächtige Schieferlager, die teilweise mehr als 300 Meter tief liegen. Im benachbarten Moselschieferbergwerk Margareta führt dagegen seit 1994 der erste Serpentinentunnel in die Schieferwelt: Mit schwerem Gerät werden dort die großen Blöcke über ein Tunnelsystem ans Tageslicht befördert. Modernste Computer- und Schneidetechnik helfen, den wertvollen Stein trotz aufwändiger Bearbeitung zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten. Vergleichen Bauherren das Naturprodukt mit vielen künstlich hergestellten Materialien, schneidet Schiefer durch seine lange Haltbarkeit sogar mit klaren Kostenvorteilen ab. |
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Als Naturprodukt besteht Schiefer aus ökologisch völlig unbedenklichen Inhaltsstoffen. Er wird nur ein einziges Mal bearbeitet – und auch dafür ist nur wenig Energie erforderlich. Bindemittel und Brennvorgänge entfallen ganz. Daher ist Moselschiefer vielen Baustoffen überlegen, die aus verschiedenen Mineral-Komponenten hergestellt werden müssen. Außerdem benötigt der Naturstein keine besondere Pflege und hält trotzdem ein Leben lang. Dabei erfordern die ach der Nutzungsdauer, die bei weit über 200 Jahren liegen kann, keinerlei Entsorgungsprobleme wie bei manchen Industrieprodukten. Schiefersplitt und Schiefermehl können sogar als Bodenverbesserer im Garten verwendet werden. |
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Copyright Text & Fotos: Ratscheck Schiefer |
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